Brexit hat schon bis jetzt zwei Prozent der britischen Wirtschaftsleistung gekostet

Noch ist Großbritannien nicht aus der Europäischen Union (EU) ausgetreten. Einer aktuellen Schätzung der UBS zufolge ist die britische Wirtschaft aber schon jetzt über zwei Prozent unter ihrem Potenzial. Und es dürfte eher noch mehr werden.

Am 29. März kommenden Jahres ist es soweit: dann wird Großbritannien offiziell die Europäische Union verlassen. Zwar ist bislang noch nicht klar, in welcher Form der Brexit ablaufen wird. Sicher scheint aber sehr wohl zu sein, dass der Austritt für Großbritannien schon bis jetzt negative Folgen hat. So hat einer Meldung der Tageszeitung „Die Welt“ zufolge der Finanzplatz London bereits an Bedeutung verloren. Das geht aus einem von dem Beratungshaus Z/Yen regelmäßig erstellten Ranking hervor. Im Vergleich zur Analyse von vor sechs Monaten hat London acht Punkte eingebüßt. Damit hat die britische Hauptstadt ihren bisherigen Spitzenplatz als Finanzzentrum an New York verloren.

Brexit-Folge: Niedrigere Investitionen und schwacher Konsum

Aber nicht nur das: Laut einer aktuellen Analyse der Schweizer Bank UBS hat der anstehende Brexit für die britischen Wirtschaft auch bereits erhebliche Kosten mit sich gebracht. Ohne das Votum der Briten, die EU zu verlassen, so Berechnungen der Bankanalysten, würde das Bruttoinlandsprodukt heute etwa 2,1 Prozent höher ausfallen, als dies tatsächlich der Fall ist. Seit dem Referendum hätte das Wachstum demnach rund 100 Basispunkte pro Jahr höher liegen können. Zudem fielen gemäß der Analyse die Investitionen um vier Prozent schwächer aus. Das heißt, wegen des anstehenden Austritts wurde offenbar weniger in Großbritannien investiert, als wenn es den Brexit nicht geben würde.

Quelle: Fokus

Zurück