Großbritannien und Schweiz schließen Handelsabkommen

Der Brexit naht, Großbritannien muss seine Handelsbeziehungen neu regeln. Jetzt haben sich die Briten und die Schweizer geeinigt. Auch für einen „harten“ Brexit sind die Länder gewappnet.

Großbritannien und die Schweiz rüsten sich mit einem Handelsabkommen für die Zeit nach dem Brexit. Beide Seiten unterzeichneten am Montag eine bilaterale Vereinbarung, die unter anderem den Freihandel und das gemeinsame Vorgehen bei Betrugsbekämpfung regelt, wie die Schweizer Regierung mitteilte.

Bislang waren die Beziehungen zwischen den beiden Staaten über die Abkommen der Schweiz mit der EU geregelt. Doch mit dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens werden neue Vereinbarungen nötig.

Mit der Übereinkunft rüsten sich die Schweiz und Großbritannien auch für einen sogenannten „harten Brexit“: Sollten die Briten Ende März ungeregelt aus der EU ausscheiden, trete das Abkommen ab 30. März schon vorläufig in Kraft.

Wichtige Handelspartner

Andernfalls gilt es als Grundlage für die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Schweiz und Großbritannien nach Ablauf einer Brexit-Übergangsphase. Denn in dieser Übergangsphase würden die Abkommen zwischen der EU und der Schweiz auch weiterhin für die Beziehungen zwischen Großbritannien und dem Alpenstaat gelten.

Beide Länder sind füreinander wichtige Handelspartner. Schweizer Angaben zufolge ist Großbritannien mit exportierten Gütern im Wert von umgerechnet etwa 10 Milliarden Euro der „sechstwichtigste Absatzmarkt für Schweizer Warenexporte“. Zudem sei das Land der „achtgrößte Herkunftsmarkt für Warenimporte“. Umgedreht ist die Schweiz für Großbritannien der viertwichtigste Handelspartner außerhalb der EU. Auch für die Finanzwelt ist die Einigung wichtig: London und Zürich sind bedeutende Finanzzentren in Europa.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung

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