Britische Marktinformationen

Diese Seiten sind ein gemeinsamer Informationsdienst von Deutsch-Britischer Kammer und Germany Trade & Invest, London.

Kurzartikel 2018

Brexit: Vereinigtes Königreich bereitet sich mit neuem Zollgesetz auf den Austritt vor

01.10.2018 - GTAI (Bonn)

Vorbild ist der Unionszollkodex / Von Stefanie Eich

Bonn (GTAI) - Durch den Austritt aus der Europäischen Union brauchen die Briten ein eigenes Zollgesetz. Das verabschiedete Gesetz könnte die Verhandlungen mit der EU über die zukünftigen Beziehungen erschweren.

Bonn (GTAI) - Mit der Verabschiedung des sogenannten "Taxation (Cross-border Trade) Act" (TCBTA) hat das Vereinigte Königreich nun ein eigenständiges Zollgesetz. Die Vorlage wurde im Juli vom Parlament verabschiedet und erhielt am 13. September 2018 die Ausfertigung durch die Königin (Royal Assent).

Brexit: Britisches Parlament verabschiedet Zollgesetz

19.09.2018 - GTAI (Bonn)

Bonn (GTAI) – Durch den Austritt der Briten aus der Europäischen Union wird das EU-Zollrecht nicht mehr für das Vereinigte Königreich gelten. Mit dem nun verabschiedeten Gesetz werden vom Unionsrecht unabhängige Zollbestimmungen geschaffen. Des Weiteren enthält das Gesetz neue Regelungen für die Bereiche Mehrwertsteuer und Einfuhrumsatzsteuer.

Die zollrechtlichen Aspekte des Gesetzes basieren auf dem Unionszollkodex und spiegeln ihn weitgehend. Der neu geschaffene Rechtsrahmen muss noch um Durchführungsverordnungen ergänzt werden.

Vereinigtes Königreich - Britische Regierung beginnt mit der Veröffentlichung der Brexit Preparedness Notices / Von Karl Martin Fischer

23.08.2018 - GTAI (London)

(GTAI) Das britische Brexit-Ministerium hat am 23. August 2018 mit der Veröffentlichung der Brexit Preparedness Notices begonnen. Zunächst werden 25 Notices veröffentlicht, für den September sind weitere angekündigt.

Die Themen der ersten Notices umfassen neben dem Warenhandel und der umsatzsteuerlichen Behandlung des Geschäftsverkehrs zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich auch konkrete Themen wie zum Beispiel das Schicksal des europäischen Beihilferechts, der Regulierung (das heißt im Wesentlichen: Qualitätskontrolle) von Medikamenten und Medizinprodukten oder Produktkennzeichnungsvorschriften für bestimmte Waren.

"Made in Germany" hat im Vereinigten Königreich einen guten Ruf

13.08.2018 - GTAI (London)

Pferdekutsche der britischen Königin mit deutscher Standheizung / Von Annika Pattberg

London (GTAI) - Die Marke "Made in Germany" hat im Vereinigten Königreich einen guten Ruf. Deutsche Unternehmen aus allen Branchen werben mit der Herkunft ihrer Produkte. Auch das Label "German Engineering" wird immer öfter genutzt. Selbst Firmen aus dem nichttechnischen Bereich verwenden den Begriff, allerdings spielerisch. So wirbt ein Hersteller von Haarshampoo mit dem Slogan "German Engineering for your hair".

Die Kutsche der britischen Königin Elisabeth II. wurde im Commonwealthland Australien gebaut und ist ein Geschenk der australischen Regierung. Damit die Königin im britischen Schmuddelwetter nicht friert, haben die Australier aber eine Standheizung "made in Germany" eingebaut.

Brexit: Freihandelszone und Zollpartnerschaft für reibungslosen Warenverkehr

10.08.2018 - GTAI (Bonn)

Die britischen Vorschläge im Detail / Von Stefanie Eich

Bonn (GTAI) - Die britische Verhandlungsposition wurde mit Spannung erwartet, nun liegt das White Paper vor: Warenverkehr soll weiterhin ohne Zollkontrollen möglich sein. Ob das gelingt, ist fraglich.

Die britische Regierung präsentierte mit dem sogenannten White Paper zum ersten Mal seit Beginn der Austrittsverhandlungen detaillierte schriftliche Vorschläge, wie sie sich die zukünftigen Beziehungen zur Europäischen Union (EU) nach dem Ende der Übergangsphase vorstellt. Die Verhandlungen darüber werden erst nach dem Austritt der Briten beginnen. Zurzeit verhandeln die EU und das Vereinigte Königreich (VK) lediglich über das Austrittsabkommen. Die Ausgestaltung der zukünftigen Beziehungen wird in einem gesonderten Vertrag geregelt. Die erste Etappe auf diesem Weg ist eine Einigung auf eine politische Erklärung, die den Rahmen für die künftigen Beziehungen skizzieren und dem Austrittsabkommen beigefügt werden soll.

EU - EU-Kommission veröffentlicht wichtige Hinweise zur Vorbereitung auf den Brexit / Von Karl Martin Fischer

23.07.2018 - GTAI (Bonn)

(GTAI) Die Europäische Kommission hat am 19. Juli 2018 wichtige Hinweise zur Vorbereitung auf den bevorstehenden Brexit veröffentlicht. Die Kommission betont, dass es zwar nicht wahrscheinlich, aber doch möglich ist, dass Austrittsabkommen und Übergangsphase nicht zustande kommen.

Vereinigtes Königreich - Britisches Parlament verabschiedet wichtiges Brexit Gesetz / Von Karl Martin Fischer

27.06.2018 - GTAI (Bonn)

Das britische Parlament hat am 20. Juni 2018 nach langer Diskussion eine Einigung über den genauen Wortlaut der „European Union (Withdrawal) Bill“ erzielt. Am 26. Juni erhielt das Gesetz die Ausfertigung durch die Königin und ist somit – nunmehr als „European Union (Withdrawal) Act 2018“ geltendes Recht.

Das Gesetz schafft eine wichtige Voraussetzung für die Durchführung des Brexit in Großbritannien. Zum einen hebt es den „European Communities Act 1972“ auf – das Gesetz, das seinerzeit die Voraussetzung für den Beitritt zu den Europäischen Gemeinschaften schuf. Zum anderen überführt es alle auf europäischem Recht beruhende Regelungen in nationales, britisches Recht, um Gesetzeslücken zu vermeiden.

Vereinigtes Königreich/EU - Weitere Fortschritte bei den Austrittsverhandlungen / Von Karl Martin Fischer

25.06.2018 - GTAI

(GTAI) Die Verhandler des Vereinigten Königreichs und der Europäischen Union haben weitere Fortschritte bei den Verhandlungen über das Austrittsabkommen gemeldet. Das Austrittsabkommen soll für einen geregelten Austritt aus der EU sorgen. Hierzu zählt insbesondere auch die Regelung von Sachverhalten, die vor dem Austritt beziehungsweise vor dem Ende der Übergangsphase begonnen haben und erst danach enden.

Brexit: Europäische Kommission informiert über mögliche Auswirkungen im Bereich geistige Eigentumsrechte /Markenschutz

21.06.2018 - GTAI (London)

Bonn (GTAI) – Unter dem Titel „Brexit prepardness“ veröffentlicht die Europäische Kommission Informationsschreiben an die Wirtschaftsbeteiligten (sogenannte „notice to stakeholders“). Darin werden die möglichen Folgen für betroffene Wirtschaftsbereiche und einzelne Regulierungen im Falle eines Brexits ohne Austrittsabkommen erläutert.

Deutschland ist wichtigster Handelspartner der Briten

06.06.2018 - GTAI (London)

Das Vereinigte Königreich ist stark von Importen abhängig / Von Annika Pattberg (Juni 2018)

London (GTAI) - Das Vereinigte Königreich importiert deutlich mehr Waren als es exportiert. Zu den wichtigsten Importgütern zählen Fertigerzeugnisse und chemische Erzeugnisse. Deutschland ist traditionell der wichtigste Handelspartner und vor China auch das mit Abstand wichtigste Lieferland. Im Jahr des EU-Referendums (2016) verlor das britische Pfund Sterling gegenüber anderen Währungen. Dies begünstigt britische Exporte aber nur teilweise. Rohstoffe und Vorprodukte muss das Land nun teurer einführen.

Brexit: Entwurf des Austrittsabkommens in weiten Teilen recht konkret

04.06.2018 - GTAI (London)

Bonn (GTAI) - Am 19. März 2018 haben die Europäische Union (EU) und das Vereinigte Königreich (VK) den Entwurf eines Austrittsabkommens veröffentlicht. Die Einigung auf der Arbeitsebene - gekennzeichnet durch grün hinterlegten Text - ist schon recht weitgehend. Dieser Artikel beleuchtet einige dieser "grünen" Regelungen etwas näher. Gleichwohl gilt nach wie vor: nichts ist vereinbart, so lange nicht alles vereinbart ist. Das Abkommen kann also noch scheitern.

Der Brexit und seine Folgen

31.05.2018 - GTAI (London)

Neues Absatzpotenzial auf europäischen Zielmärkten

Das Vereinigte Königreich lieferte 2017 rund 189 Milliarden Euro an Waren in die Europäische Union (EU). Unabhängig davon, welche Handelsregeln nach dem Brexit gelten werden, dürften britische Lieferanten Marktanteile in den EU-Ländern verlieren. Dadurch eröffnen sich Chancen für andere Anbieter.

Lesen Sie hier, welche Auswirkungen in den einzelnen Ländern und Branchen zu erwarten sind und welche Rolle britische Lieferungen dort spielen.

Brexit sorgt für enorme Unsicherheiten

28.05.2018 - GTAI (London)

London (GTAI) - Die britischen Industriesektoren sind unterschiedlich stark von den enormen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem für den 29. März 2019 geplanten Brexit betroffen. Der Automobilsektor sowie der Geschäfts- und Industriebau spüren deutlich negative Effekte. Die Pharmabranche erhält als Beruhigungspille Förderungen vom Staat. Der stark von Exporten abhängige Maschinenbau profitiert von dem schwachen Pfund-Sterling-Kurs. Gleichzeitig macht die schwache britische Währung deutsche Produkte teurer.

Brexit kann Ursprungskalkulation beeinflussen

15.05.2018 - GTAI (London)

Erste Auswirkungen schon während der Übergangsphase möglich / Unternehmen sollten Lieferketten überprüfen / Von Stefanie Eich

Bonn (GTAI) - Im schlimmsten Fall kann das Vereinigte Königreich durch den Brexit nicht mehr von den rund 40 Freihandelsabkommen profitieren, die die Europäische Union (EU) im Namen ihrer Mitglieder abgeschlossen hat. Auf den ersten Blick ein britisches Problem, können sich auch Konsequenzen für deutsche Unternehmen ergeben: Vormaterialien britischer Zulieferer gelten nicht mehr automatisch als EU-Materialien, die fertigen Produkte könnten dadurch ihren EU-Ursprung verlieren.

Londons Innenstadt wird ab 2019 zur Ultra Low Emission Zone

13.03.2018 - GTAI (London)

Staatliche Förderprogramme sorgen seit Jahren für eine wachsende Nachfrage nach elektrisch angetriebenen Fahrzeugen auf den britischen Inseln. Ab 2040 sollen keine Verbrenner mehr verkauft werden. Am stärksten gefragt sind E-Fahrzeuge in London. Scotland Yard jagt Verbrecher in Hybrid-Modellen. Durch die unter starker Luftverschmutzung leidende Hauptstadt kurven rund 3.000 Elektro- und Hybridbusse. Auch Lieferdienste und Car-Sharing-Unternehmen setzen auf Elektromobilität.

Regierung übernimmt Kosten für Anschaffung, Herstellung sowie Forschung und Entwicklung

13.03.2018 - GTAI (London)

Die britische Regierung fördert Ladeinfrastruktur für Elektromobilität mit mehreren Programmen. Finanzminister Philip Hammond kündigte im jüngsten Haushaltsplan Projekte im Wert von über 500 Millionen Euro an. Ein Konsortium plant Tests für die Stromeinspeisung vom Fahrzeug ins Netz (Vehicle-to-Grid). Im Februar 2018 gab es knapp 9.000 Ladestationen auf den britischen Inseln. Täglich kommen neue hinzu.

BMW Group will trotz Brexit ab 2019 den E-Mini produzieren

13.03.2018 - GTAI (London)

Die britische Regierung strebt die Weltmarktführung bei der Batterieentwicklung an. Um dieses Ziel zu erreichen, stellt sie ein 280 Millionen Euro schweres Förderprogramm bereit. Trotz des geplanten Brexit plant die BMW Group die Produktion einer Elektro-Version des Mini in England. Der Sport- und Luxuswagenhersteller Aston Martin arbeitet aktuell gleich an zwei E-Modellen. Geely (VR China) will nach dem Londoner Hybrid-Taxi nun auch einen Hybrid-Van herstellen.

Brexit bereitet britischer Pharmabranche Schmerzen

07.03.2018 - GTAI (London)

Die britische Pharmabranche kalkuliert aktuell Risiken und Nebenwirkungen des EU-Austritts. Da nicht klar ist, wie weich oder hart der Brexit ausfallen wird, investieren einige Firmen vorsorglich viele Millionen Euro auf dem Kontinent. Die Regierung kämpft um den guten Ruf der Insel als Forschungsstandort und verordnete der Branche quasi als Beruhigungspille ein beeindruckendes Förderpaket. Mehrere Unternehmen kündigten daraufhin neue Investitionen in Forschung und Entwicklung an.

Brexit hat Folgen für die CE-Kennzeichnung

01.02.2018 - GTAI - (London)

Die Europäische Kommission hat Unternehmen in einem offiziellen Schreiben davor gewarnt, dass der Brexit auch Auswirkungen auf die CE-Kennzeichnung haben könnte. Sollte das Vereinigte Königreich die Europäische Union (EU) im März 2019 ohne Austrittsabkommen verlassen, verlieren Zertifikate von britischen Instituten in den übrigen 27 EU-Mitgliedstaaten ihre Gültigkeit. Folglich dürften die betroffenen Produkte nicht mehr in der EU in Verkehr gebracht werden.