Bundeskanzler Friedrich Merz sprach beim Empfang des britischen Premierministers Andrew Burnham in Berlin von einem historischen Moment der bilateralen Beziehungen beider Länder. Die Regierungschefs tauschten im Bundeskanzleramt die Ratifikationsurkunden des deutsch-britischen Freundschaftsvertrags – des sogenannten Kensington-Vertrags – aus und besiegelten damit dessen Inkrafttreten.
Vor allem junge Menschen profitieren
„Dieser Vertrag eröffnet Großbritannien und Deutschland neue Möglichkeiten in der Zusammenarbeit“, sagte Bundeskanzler Merz im Rahmen der Übergabe. Insbesondere junge Menschen profitieren von der Vereinbarung. So werden längere Schüler- und Studierendenaustausche künftig ohne Visum erleichtert. Zugleich hob Bundeskanzler Friedrich Merz die europäische Dimension des Vertrages hervor: „Wir machen das, damit die junge Generation auch in den bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland als Teil der Europäischen Union und Großbritannien einfach merkt, wie gut wir Europäer zusammenarbeiten und wie sehr wir auch zusammengehören.“
Bundeskanzler Merz:
Herzlich willkommen, Andy Burnham, im Kanzleramt der Bundesrepublik Deutschland! Ich freue mich sehr darüber, dass wir uns heute sehen. Ich heiße auch die Schülerinnen und Schüler sehr herzlich willkommen. Schön, dass Sie und dass ihr heute bei uns seid!
Das ist in der Tat ein weiterer historischer Tag; ich habe es gerade schon ohne die Mikrofone gesagt. Im Sommer des vergangenen Jahres habe ich den Vertrag mit dem Vorgänger von Andy Burnham in London abgeschlossen. Heute tauschen wir nach den entsprechenden Verfahren, nach der sogenannten Ratifikation, die Urkunden aus. Damit ist der letzte formelle Akt zum Inkrafttreten eines Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Vereinigten Königreich über Freundschaft und bilaterale Zusammenarbeit erfüllt.
Dieser Vertrag eröffnet Großbritannien und Deutschland neue Möglichkeiten in der Zusammenarbeit. Nachdem Großbritannien die Europäische Union leider verlassen hat, machen wir jetzt wenigstens bilateral einen Vertrag. Dieser Vertrag, der viele Elemente über die Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Deutschland enthält, beinhaltet vor allem für die Schülerinnen und Schüler einen besseren Zugang zu unseren beiden Ländern, access to the UK and access to Germany, ohne Visum, auch für längere Schüleraufenthalte, Studentenaufenthalte und für den Schüleraustausch zwischen Großbritannien und Deutschland. Ich möchte es hier noch einmal sagen: Dafür machen wir das. Wir machen das, damit die junge Generation auch in den bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland als Teil der Europäischen Union und Großbritannien einfach merkt, wie gut wir Europäer zusammenarbeiten und wie sehr wir auch zusammengehören.
In diesem Sinne noch einmal ein herzliches Willkommen, Andy, in Berlin! Ich freue mich wirklich sehr darüber, dass wir heute die Gelegenheit haben, uns zum ersten Mal zu treffen. Wir sprechen nicht zum ersten Mal miteinander, aber wir begegnen einander zum ersten Mal persönlich, auch mit unseren Teams. Ganz herzlichen Dank! A warm welcome to Andy Burnham to Berlin!