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Lage für britische Automobilindustrie verschärft sich

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Die britische Regierung plant das Verkaufsverbot für Verbrenner-Pkw auf 2030 vorzuziehen. Die Automobilindustrie schlägt Alarm.

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Unsplash / Lenny Kuhne

In der britischen Automobilindustrie herrscht Unruhe. Grund dafür ist eine Verschärfung des sogenannten Zero Emission Vehicle Mandats (ZEV-Mandat), welches noch unter der konservativen Vorgängerregierung von Rishi Sunak gesetzlich verankert wurde. Die neue Labour-Regierung plant, das darin enthaltene Verkaufsverbot für Verbrenner-Fahrzeuge um fünf Jahre auf 2030 vorzuziehen. 

Laut dem ZEV-Mandat dürfen ab 2035 keine neuen Pkw und Transporter mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden. Bis dann müssen die Hersteller bestimmte Verkaufsquoten für Elektroautos erfüllen, die erstmals für das Jahr 2024 eingeführt wurden und jährlich angehoben werden. Für 2024 liegt die Quote für emissionsfreie Fahrzeugen bei 22 Prozent. 

Um Flexibilität bei der Quotenerfüllung zu schaffen, hat die britische Regierung einen Zertifikatshandel eingeführt. Hersteller erhalten für jeden verkauften emissionsfreien Pkw ein Zertifikat, das veräußert werden kann. So können andere Hersteller mit eingekauften Zertifikaten ihre Verkaufsquote verbessern, um Strafen zu entgehen. 

Elektromobiler Wandel stockt

Bereits seit Mitte 2022 gibt es keine staatlichen Kaufprämien mehr für Elektroautos. Außerdem schreitet die Transformation der Automobilproduktion zu langsam voran. Dringend benötigte Projekte für Gigafactories zur Batterieproduktion entwickeln sich zu langsam. Von den großem Pkw-Herstellern bauen bisher nur Nissan und Jaguar Land Rover lokale Produktionsstätten für Elektroautobatterien, während BMW seine Batterien für die Mini-Produktion importiert. Der japanische Automobilproduzent Toyota stellt in seiner Produktionsanlage in Burnaston bisher nur Hybrid-Pkw her und setzt damit noch auf eine Fahrzeugart, die nach den Plänen der Labour-Regierung zumindest im Vereinigten Königreich ab 2030 nicht mehr verkauft werden darf. Folglich wird der Absatz von rund 20 Prozent der britischen Toyota-Produktion wegbrechen, denn rund 80 Prozent gehen in den Export. 

Hinzu kommt, dass mehrere Branchenunternehmen Entlassungen ankündigen. Der europäische Autoproduzent Stellantis verkündete Ende November 2024 seine Produktionsanlage in Luton mit circa 1.100 Beschäftigten zu schließen. Auch der amerikanische Hersteller Ford will 800 Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich streichen. 

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