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Pressemitteilung zur Frühjahrsumfrage der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer

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Deutsch-britische Unternehmen zeigen sich weiterhin widerstandsfähig, denn sie bewerten ihre derzeitige Geschäftslage im Vereinigten Königreich mehrheitlich als gut. Allerdings führt das schwache Vertrauen in die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Vereinigten Königreich zu einer vorsichtigeren Investitionshaltung und zentrale strukturelle Herausforderungen bleiben bestehen.

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Laut der aktuellen Frühjahrsumfrage der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer bewerten 51 % der Unternehmen ihre derzeitige Geschäftstätigkeit im Vereinigten Königreich positiv - eine deutliche Verbesserung seit dem Herbst - während 35 % von einer stabilen und lediglich 6 % von einer negativen Lage berichten. Trotz dieser aktuell guten Situation sind die Erwartungen für die nahe Zukunft verhaltener und weitgehend unverändert im Vergleich zu vor sechs Monaten.

Die allgemeine Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Vereinigten Königreich bleibt schwach. Nur 2 % rechnen mit einer Verbesserung, 35 % erwarten eine weiterhin schleppende Entwicklung und 63 % bewerten die Wachstumsaussichten negativ. Infolgedessen sind die Expansionspläne im Vereinigten Königreich deutlich zurückgegangen (14 % gegenüber 23 % im Herbst 2025). Dies deutet auf eine zunehmende Zurückhaltung der Firmen hin. Gleichzeitig planen jedoch 31 % der Unternehmen, Personal aufzubauen, was trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten auf eine anhaltend robuste Arbeitskräftenachfrage hinweist.

Die Bedeutung des britischen Marktes bleibt weiterhin der wichtigste Anreiz für Investitionen, während politische Unsicherheit, schwache Nachfrage, Brexit-bedingte Handelshemmnisse sowie steigende Energiekosten zu den zentralen Herausforderungen zählen.

Die Unternehmen fordern weiterhin eine deutliche Verbesserung der Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union sowie den Abbau administrativer Hürden. Gleichzeitig passen sie sich den geopolitischen Risiken an, unter anderem durch Maßnahmen wie Nearshoring, die Erschließung neuer Märkte und den Aufbau höherer Lagerbestände.

Dr. Ulrich Hoppe, Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer, kommentierte: „Die deutsch-britische Business Community erweist sich weiterhin als gut aufgestellt. Trotz einer guten aktuellen Geschäftslage bleibt das Vertrauen in die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Vereinigten Königreich aber fragil. Verlässliche Rahmenbedingungen sowie engere UK–EU-Beziehungen und weniger Bürokratie sind entscheidend, um weiteres Wachstum zu ermöglichen.“

Im Rahmen dieser Umfrage wurden 51 webbasierte Interviews mit Unternehmen der deutsch-britischen Wirtschaft, die im Vereinigten Königreich operativ aktiv sind, durchgeführt. Die Studie war Teil des World Business Outlooks der Deutschen Industrie- und Handelskammer. Der Durchführungszeitraum war vom 26. März bis 10. April 2026. 

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