Logo der Deutsch-Britische Industrie-& Handelskammer

Neues britisches Gesetz entschärft das Datenschutzrecht

  • News

Der Data (Use and Access) Act 2025 wurde am 19. Juni 2025 verabschiedet und tritt demnächst in Kraft. In der EU betrachtet man die neuen Regeln mit Skepsis.

Hand Holding Circuit Board with Lock.jpg
Pixabay / geralt

Nach dem Austritt aus der Europäischen Union ist das Vereinigte Königreich nicht mehr an die Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gebunden. In Nutzung dieser neuen Freiheit entstand der Data (Use and Acess) Act 2025. Ziele sind rechtliche Flexibilität und die Förderung von Innovationen und Wirtschaftswachstum.

So hebt das Gesetz beispielsweise einige Beschränkungen für Entscheidungen auf, die ausschließlich auf automatisierter Verarbeitung beruhen und signifikante Auswirkungen auf Menschen haben können. Es müssen aber bestimmte Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Außerdem wird der Einsatz von Speicher- und Zugangstechnologien (zum Beispiel Cookies) ohne ausdrückliche Zustimmung der betroffenen Personen erlaubt, allerdings nur in bestimmten, risikoarmen Situationen.

Des weiteren wird der Maßstab für die internationale Übermittlung personenbezogener Daten geändert. Künftig soll es genügen, dass die Datenschutzstandards eines Ziellandes "nicht wesentlich niedriger" sind als diejenigen des Vereinigten Königreichs. Dies ist eine Abweichung von der strengeren Anforderung der DSGVO: "... im Wesentlichen gleichwertig".

Seitens der EU existiert für das VK ein Angemessenheitsbeschluss. Dies bedeutet, dass Daten zwischen EU und VK frei zirkulieren können. Im Hinblick auf die geplanten Änderungen ist dieser Beschluss jüngst aber nur für ein halbes Jahr bis zum 27. Dezember 2025 verlängert worden. Ob eine weitere Verlängerung gewährt wird, ist ungewiss.

In den Kategorien:

Die neuesten Nachrichten lesen

Alle Neuigkeiten ansehen
  • Moving the UK Relationship with the EU forward
    Neuigkeiten

    Zehn Jahre nach dem Brexit: Großbritannien bleibt wichtiger Handelspartner Sachsens

    Mit 52 zu 48 Prozent hatten die Briten am 23. Juni 2016 für einen Brexit gestimmt. Auch wenn drastische Auswirkungen erwartet wurden, sind diese ausgeblieben. Großbritannien gehört vielmehr auch zehn Jahre nach dem Austritt aus der EU zu den wichtigsten sächsischen Außenhandelspartnern.

  • Signature upon receiving a Parcel.jpg
    Neuigkeiten

    UK schafft 2028 Zollfreigrenze für Kleinsendungen ab

    Die britische Regierung plant die Abschaffung der bisherigen Zollfreigrenze für Sendungen mit einem Warenwert von bis zu 135 GBP. Die neuen Regelungen sollen spätestens ab Oktober 2028 in Kraft treten. Unternehmen, die Waren nach Großbritannien liefern, sollten die weiteren Entwicklungen aufmerksam verfolgen.

Suchen Sie etwas Anderes?

In unserem Informationszentrum finden Sie aktuelle Neuigkeiten, Downloads, Videos, Podcasts...

Zum Info Hub